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Öko-Tipp: Beim Weinkauf auf Korkverschlüsse achten

Kork ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff mit einer rundum positiven Öko-Bilanz. Das liegt gerade an der Tatsache, dass Korkeichen über die Eigenschaft verfügen, den Klimakiller Kohlendioxid in hohem Maße speichern zu können. Jede gewachsene Tonne Naturkork enthält laut DKV zwei Tonnen CO2. Da Verschlusskorken das Produkt Nummer eins in der Wertschöpfungskette sind, sei hier einmal erwähnt, dass ein einzelner Korken bis zu acht Gramm CO2 bindet. Doch zurück zum Ausgangsprodukt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie der Fachhochschule für Agrarwissenschaft in Lissabon wird festgestellt, dass allein die portugiesischen Korkeichenwälder mit ihrer Gesamtfläche von fast einer dreiviertel Million Hektar jährlich 4,8 Millionen Tonnen CO2 aufnehmen - das entspricht dem Jahressausstoß von etwa 1,6 Millionen PKWs. Doch damit nicht genug. Erst durch die wirtschaftliche Nutzung der Korkeiche fällt die ökologische Bilanz derart positiv aus. Denn eine Korkeiche, die regelmäßig beerntet wird, bindet über drei Mal so viel CO2 wie eine ungenutzte. Die Natur bietet sich in diesem Fall quasi offensiv für ihre Nutzung an, zum Wohle der Umwelt.

Plastik- und Drehverschlüsse für Sekt- und Weinflaschen sind auf dem Vormarsch. Nicht nur Weinliebhaber, sondern auch Naturschützer sehen die Entwicklung mit Grausen. Durch den schleichenden Abschied vom Flaschenkorken gerät eine der ältesten Kulturlandschaften Europas unter Druck: die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum. Die Landschaft bietet mit ihrer einzigartigen Mischung aus Land, Wald- und Weidelandschaft für viele bedrohte Arten wie den Iberischen Luchs oder den Königsadler eine letzte Zuflucht. ''Mit sinkender Nachfrage nach Kork wird es profitabler, auf Standort fremde Eukalyptus- und Pinienplantagen umzusteigen. Leider begünstigt dies einen Vormarsch der Wüste und vernichtet den Lebensraum für viele bedrohte Arten'', sagt Helma Brandlmaier vom europäischen Waldprogramm des WWF. Der WWF fordert deshalb Wein- und Sekttrinker dazu auf, beim Einkauf auf Korkverschlüsse zu achten. Es sei dies eine der einfachsten und zugleich angenehmsten Formen des Naturschutzes.

Im Magazin Spiegel war in der Novemberausgabe 2008 auch ein interessanter Bericht über Kork: Spiegel-Online.

Weitere Infos bei World Wildlife Foundation und NABU Naturschutzbund.

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